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Geschichte

Teufenthal wird erstmals 1173 urkundlich erwähnt. Die Herren von Trostburg, aus dem Stamme der Liebegger, übten ihre Herrschaft zwischen 1253 und Mitte des 15. Jahrhunderts aus. Auf einem Sandsteinsporn über dem Dorf hatten sie sich Ihre Burg erbaut, welche einmal aus Bergfried, Palas und einem von Mauern umgebenen Hof bestand. Nach dem Aussterben des Geschlechtes ging die Trostburg an die Herren von Rynach. 1415, nach der Eroberung des Aargaus, kam die Oberherrschaft von den Habsburgern an Bern. Die Rynacher verkauften ihre Twingherrschaft, zu welcher neben Teufenthal auch Dürrenäsch, Boniswil, Leutwil, Zetzwil und Reile von Reinach gehörten, den Herren von Hallwil.

1616 kamen Burg und Twing an Bern. Zu dieser Zeit besass das Dorf eine Taverne, eine Mühle und eine Schmiede. Das weitere Schicksal der Trostburg war recht wechselvoll. Vor rund 100 Jahren wurden darin während einiger Jahren Spieldosen hergestellt. Seit längerer Zeit befindet sich die Burg in Privatbesitz. Der heutige "Schlossherr" hat sie innerlich und äusserlich mit viel Geschmack und Liebe restauriert.

Teufenthal ist trotz seines verhältnismässig raschen Wandels vom Bauern- zum Industriedorf die bescheidene Wynentalgemeinde im Grünen geblieben. Der kleine Gemeindebann enthält überdurchschnittlich viel Wald. Nur wenig Land ist eben und für eine intensive landwirtschaftliche Nutzung geeignet. Zwei Industrien haben das moderne Dorfbild geprägt: Die Tabakverarbeitung (1867 – 1983) und die Druckguss- und Apparatefabrikation (1921).

Wahrzeichen des Dorfes ist ohne Zweifel die Trostburg. Zu erwähnen ist weiter der Gasthof "Herberge" wo der berüchtigte Gauner Bernhard Matter am Bertoldstag 1854 letztmals verhaftet wurde, um anschliessend als letzter Aargauer bei den Fünflinden in Lenzburg durch das Schwert hingerichtet zu werden. Ein kulturgeschichtlich bedeutendes Haus ist die "Mühle". Hier liessen die Bauern aus der weiteren Umgebung ihr Korn mahlen.

Reizvoll ist der Höhenweg, der am Waldrand entlang führt und insbesondere auf der Nordseite immer wieder neue Blickwinkel auf das langgestreckte Dorf freigibt.